WAITING

Warten. Während ich diesen Blog-Post beginne zu schreiben, warte ich tatsächlich. Im Tibits. In Bern. Auf eine Freundin. Sie ist nicht zu spät. Nein, ich bin ausnahmsweise zu früh. Schon einige Zeit beschäftigt mich ein bestimmtes Thema. Die Gedanken daran sind so intensiv, dass es manchmal nicht warten kann, weil ich mich immer wieder damit auseinandersetzen muss und drum rum studiere. Warten. Exakt: das Warten.

 

Wir warten, dass es besser wird.
Wir warten, dass es anders wird.
Wir warten, dass es schöner wird.

 

Aber warum warten wir? Wie oft in meinem Leben ertappe ich mich, dass ich mich sozusagen im Stand-by-Modus aufhalte, obwohl das Leben läuft. Voll. Hier. Jetzt. Ich habe natürlich auch mit Mäni darüber gesprochen. Auch er kennt dieses Gefühl, dieses Warten.

Seit die Kiddos in unserem Leben sind (wie oft beginne ich wohl hier auf meinem Blog diesen Satz damit ;) fällt mir dieses Warten bewusst auf. Wie soll ich sagen ich bin nicht unbedingt ein Baby-Mami. Auch wenn ich es mit den Jahren in Zwischenzeit richtig lieb gewonnen habe, aber ich freue mich umso mehr, wenn die Nahrungsaufnahme, das Stehen und Gehen bis hin zum selbstständigen «Aufs-Hüsli-gehen», and so on, funktionieren.



Und doch ist es diese Zeit, die wohl von allem was noch kommt am kürzesten ist. Weshalb sagen mir so viele ältere Menschen man solle es geniessen. Das Synonym von Warten ist Ausharren, aber auch in Schuss halten (im Sinne von Wartung). Das Gegenteil von Warten ist agieren, aktiv werden, handeln.

Und das will ich. 


Ich will warten, weil es gut ist.
Ich will warten, weil es plötzlich vorüber ist.
Ich will warten, weil es genau jetzt auch schön ist.

 

Ich wünsche allen Mamis da draussen und mir dieses Bewusstsein. Aber auch die Kraft und Energie, dass auch wenn es anstrengend ist, es genau jene Momente sind, die uns unvergesslich bleiben. Und uns die Zeit geben uns Jahre später daran zurück zu erinnern, wie schön es war. Aber ob Mami oder Nicht-Mami (oder -Papi) ich wünsche dir den Stand-by-Modus immer wieder bewusst auszuschalten, denn während wir auf bessere Zeiten warten, so zieht das Hier und Jetzt an uns vorbei und wir verpassen vieles, weil wir entweder nach vorne oder nach hinten geschaut haben.

 

SHOP THE LOOK

Haha, ja ich gebe zu mein heutiges Outfit ist etwas - in Mäni's Worten: «kontrovers, aber irgendwie doch passend». Und ja, ich konnte es nicht erWARTEN diese Bomber-Jacket zu präsentieren. Ich habe sie gesehen und war auf anieb verliebt. Und was den Plissee Jupe anbelangt, jaaa ich glaube das ist einer meiner Fehlkäufe. Dennoch gefällt er mir irgendwie und ich muss eben noch genau herausfinden, wie das Teil am besten zu kombinieren ist :).


Bomber Jacket: Massimo Dutti
Neck Shirt: old similar here
Plissee Skirt: Asos (sold out) similar here
Chucks: All Star Converse


 



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