INDIAN STYLE

Heute Sonne, morgen Regen, gestern Schnee, ja was denn nun? Die vergangenen Tage erfüllt mit einem Wirrwarr von diffusen Wetterschwankungen machen auch mich konfus. Eines bleibt aber konstant: mit den Kiddos muss ich bei jeder Wetterwitterung raus. Die frische Luft tut Kopf, Körper und Herz gut.

Seit ein paar Tagen hat jedoch die Grippewelle beide Kiddos eingeholt und ich fühle mich bisschen wie ein Indianer. Denn die letzten Tage oder besser gesagt die letzten Nächte liessen eine ganz besondere Kindheitserinnerung in mir aufflackern.

Als Kind war ich oft krank. Und in einer der Nächte, wo ich weinte vor Gliederschmerzen und Fieber sass mein Paps bei mir im Zimmer. Ich wollte nicht alleine sein. Er blieb - die ganze Nacht. Er sass da im Schneidersitz mit seiner braunen Decke mit wilden Zotteln an den Enden über seinen Schultern. Am Morgen als ich aufwachte, war er immer noch da. In der genau gleichen Position. Er hielt sein Wort bis in die frühen Morgenstunden.

Dieses Erlebnis lebt nicht nur in meinen Erinnerungen weiter, sondern nun auch im Weitergeben als Mami an meine Kiddos - danke Paps!

Ich fühle mich aber nicht nur wegen meiner pflegebedürftigen Kiddos als eine Indianerin, die über sie wacht und sie hegt und pflegt, sondern auch weil ich die Wintertage versuche so vielfältig und aufregend wie Sommertage zu gestalten. Du weisst ich bin ein Gegner des Alltags und solange ich noch keine schulpflichtigen Kiddos habe, koste ich dies aus.

So verschlug es uns am Sonntag vorletzter Woche (ok, es hätte auch ein Wochentag sein können) mit dem Zug nach Bern. Bereits das Zugfahren (oh, wie sies lieben!) ist ein Highlight. In Bern angekommen schlenderten wir durch die Gassen, drückten die Nasen an Schaufenster platt, verliebten uns beim Concept Store Maison Art in eine Tischlampe für die Küche (ich mag das grelle 0815-Küchen-Röhren-Licht nicht) und schafften es bis hin zum Münsterplatz.

Seit ich mit Mäni zusammen bin, ist es auf unserer Bucketlist. Heieiei, wir sind Berner aber habens noch nie aufs Münster geschafft (shame on us!) und leider irgendwie auch diesmal nicht.

Es ging weiter geich beim Münsterplatz rechts zur - der im Berner Volksmunde genannten Pläfe - oder eben - Münsterplattform. Der Park ist super für alle, dies gemütlich nehmen wollen. Er verfügt nämlich über ein Paradies für gross und klein. Ein Riesen-Sandkasten mit verfügbarem «Sändelizüg», das man dann einmal weniger mitschleppen muss. Es hat Bänkchen, Pingpong-Tische, Drehspiele, Holz-Wipp-Pferde (mmhhh wie heissen die in echt?!) und natürlich den atemberaubenden schönen Blick über joli Bern.


Zum Glück mit dabei die Immer-dabei-Ikea-Decke - es war saukalt ;)!

Aber auch fürs leibliche Wohl ist gesorgt. Das Café «Einstein au jardin» bietet Berner Produkte, die das Herz begehren und schiins serviert das kleine aber eben durchaus feine Pavillon täglich frische Salate, Suppen, Apéro-Häppchen und Desserts.

 

Dieser Indianer-Mood brachte mich auch beim Styling zum Indian Style. Es ist ein Look, welcher sich besonders gut für konfuse Wintertage eignet.

Ein Cardigan, das einige Zwiebelschichten zulässt und bei plötzlich kommenden Sonnenschein schnell ausgezogen werden kann, ein Foulard, das Farbe in den Look bringt und Boots, die einem wie Mokassin-Finken über die Berner Pflastersteine tragen. 


>>> Cardigan bei PKZ (letztjährige Kollektion)
>>> Boots bei La Redoute
>>> Foulard von einer Tauschbörse
 


Ich bin nicht sicher, aber ich vermute das Foulard ist ein echtes Hermès-Stück und ich habe es an einer Tauschbörse entdeckt. Diese Tauschbörse findet übrigens diesen Samstag (12. März 2016) wieder statt. Alle Infos findest du hier.

 

Bevors dann wieder retour ging, entdete unsere Reise zu guter letzt natürlich beim Sprüngli. Mmmhh, les maccarons! Die mussten einfach sein. 

Und weil sie so lecker ausschauen - nochmals... und bisschen näher :)! 

Mmmmh sehen die nicht lecker aus???!!! Und bitte jaaaaa jede Sorte in zweifacher Ausführung - sonst gibts Konflikte ;).



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