THREE MONTHS AGO

Wie die Zeit vergeht. Heute sind es genau drei Monate her als Ilay Mateo unsere Familie bereicherte. Er ist ein richtiges kleines Mandeli geworden. Er lacht viel und weint immer weniger und hat seinen Platz in unserer Familie eingenommen.

Ich bin glücklich. Ich bin dankbar. Ich bin stolz.

Als Frau-Mami war es (und wird es wohl mein Leben lang sein) eine Herausforderung mit dem Gerecht werden und dem Prioritäten setzen und am liebsten würde ich mich manchmal siebenfach aufteilen, den Tag und die Nacht um 24 Stunden erweitern und mir paar zusätzliche Arme und Beine zulegen.

Und handkehrum erlebe ich diese noch nie dagewesene Freiheit. Loszulassen, stehenzulassen und es sein zu lassen wie es ist. Und ja manchmal komme ich auch an meine Grenzen. Wenn ich zu wenig schlafe, ich laut (zu laut) mit Lou werde und zum Fenster eile und rausschaue, obs jemand gehört hat (oh mann – Hände-überm-Kopf-verrührend) oder mich nicht entscheiden kann, ob ich kurz vor dem Mittag mit den Jungs rausgehen soll, oder doch eher bereits mit der Zubereitung des Mittagessens beginnen soll.

Eines aber weiss ich. Da zu sein. Für meinen Mann und meine Kinder. Ich habe mich entschieden diesen Mutterschaftsurlaub zu geniessen. Bewusst zu geniessen (und danach natürlich auch).

Ein Bild, das ich von meiner Hebamme bekommen habe und ich nie vergesse: „Diese kleinen Kinderhände und –füsse für einen Augenblick zu halten.“ Ein Augenblick, der zu einer Fotografie in meinem Gedächtnis wird und ich mein Leben lang mit mir weitertrage.

Und wieder kommt ein Dby-Ritual zum Zug. Das Verinnerlichen eines Lebensabschnittes mit einem Duft. Während dieser für mich sehr berührenden und bewegten Zeit trage ich den Duft Modern Muse Le Rouge von Estée Lauder. Er passt perfekt. Intensiv, überwältigend und einprägend.

Es ist verrückt was in den vergangenen drei Monaten alles geschehen ist. Da kommt ein Mensch in dein Leben, den du vor Liebe nie mehr loslassen kannst.

Der dich zum Weinen bringt, wenn dir das erste bewusste Lachen entgegenkommt, der dich zum Staunen bringt, wenn die erste Drehung gelungen ist, der dich zum Verzweifeln bringt, wenn du nicht weißt, was los ist.

Es sind die Emotionen, die Hormone, die Müdigkeit, die Glückseligkeit, die Unsicherheit, die Freude, der Verzicht, die Zufriedenheit, die Abhängigkeit, die Dankbarkeit.

Oft erscheint mir in meinen Gedanken die Pyramide von Maslow. Zuoberst steht: Selbstverwirklichung. Geht es im Leben darum? Wie sieht mein Leben aus? Was wenn mein Leben mit anderen Leben verknüpft ist?

In den vergangenen drei Monaten lernte ich intensiver zu geniessen, aber kürzer. Ich lernte schneller zu werden, aber weniger zu tun (ok, beim weniger tun, werd ich wohl auch mein Leben lang dran sein). Ich lernte meine Freiheiten zu haben, aber genügsamer zu sein.

Für mich ist es ein Geschenk ein Leben zu prägen. Ein Geschenk, das Sinn macht.

 

 

 

 

 

 

 



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