LIEGEN VOL. 2

Stand by modus - wieder. Vergangene Woche wurde bei der Untersuchung bei der Frauenärztin festgestellt, dass ich ab sofort wieder Liegen muss. Das Baby darf noch nicht auf die Welt kommen, ich bin erst in der 25. Schwangerschaftswoche.

Auch wenn meine Frauenärztin zu Beginn der Schwangerschaft ankündigte, dass das Risiko 50 zu 50 besteht wieder Liegen zu müssen, fühlte ich mich konsterniert und frustriert. Gleichzeitig erstaunt, weil ich doch so ein gutes Bauchgefühl hatte. Am Tag dieser Mitteilung habe ich viel geweint.  

Nun - es ist so wie es ist. Ich versuche das Beste daraus zu machen mit vielen guten Gedanken in meinem Kopf und Herzen, die sich auf unser Baby übertragen sollen. Und der Entscheid es zu geniessen und mich wie eine Henne in meinem Nest cozy einzurichten um ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.

Das folgende Zitat löste in mir eine tiefe Erkenntnis aus: 

Do everything with so much love in your heart that you would never want to do it any other way. by Yogi Desai

Natürlich kreisen viele Gedanken durch meinen Kopf, warum wieder? Und ich versuche es nicht zu interpretieren. Aber ich kann sagen, dass es weder das ist, dass ich mich in den vergangenen Wochen hätte überanstrengt (was ich nahezu vorwurfsvoll gefragt wurde) und es weder noch die Reise nach Positano gewesen ist. Sondern weil es nun so ist und mein Körper und das Baby danach verlangen. Und weil ich glaube, dass Gott in unserem Leben und für das des Babys in meinem Bauch, das Beste will.

Die letzten paar Tage habe ich während des Liegens oft reflektiert - ok man kanns auch Grübeln nennen - und ich kann sagen, dass seit die Kiddos in unserem Leben sind unser Leben rast und sich wie ein Abenteuer, eine Achterbahn anfühlt. Es ist intensiv, innig, schnell und verrückt. Was es auch sehr spannend macht und ich so nicht missen möchte.

Eines was Mäni am Herzen lag und mir bevor wir heirateten sagte, dass er sich wünscht, dass wir immer eine offene Türe für alle Menschen haben. In den vergangenen vier Jahren war der Alltag oft durch taktiert, gut und voll und schön, aber oft auch so, dass ich immer mehr Zeit für mich selbst brauchte, weniger spontan war und die weniger werdende Zeit zuerst für mich benötigte, obwohl wir Menschen und Beziehungen lieben.  

Uns ist bewusst, dass in der kommenden Liegezeit viele leute bei uns ein- und ausgehen werden, zu den Kiddos schauen, uns frisch gewaschene Wäsche, Einkäufe oder frisches Essen bringen oder den Staub und Dreck entfernen. Und weisst du was?

Ich möchte mich darauf freuen, weil es Menschen sind, die uns Liebe schenken. Weil es Menschen sind, die das Beste für uns wollen. Weil es Menschen sind, die sich um uns sorgen. Und das Einzige, das ich in dieser Zeit tun kann, ist dankbar zu sein und zu empfangen, zu nehmen von ganzem Herzen und weiterzugeben für das Herz, das unter meinem Herzen schlägt.



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