BAD HAIR DAY



Ja, ich hatte sie. Die Angst. Die Angst davor, dass der Verzicht bei einem zweiten Kind "grösser" wird. Wobei ich sagen muss, dass ich bei Lou das Verzichten nicht so einschneidend erlebte, wie ich befürchtete - Lou wurde Teil von uns und unserem Leben. Klar, einiges wurde anders, komplizierter, ermüdender und in gewissen Dingen wird man sich eben selber lieb. 

Und ok, einige Prioritäten werden dir automatisch neu gesetzt. Wie zum Beispiel jetzt beim Verfassen dieser Zeilen. Vor mir steht eine Tasse milchfördernden Tees und 30 Zentimenter weiter weg, ein Glas leckeren Bordeaux' - oh mann! Und ok zum zweiten, einige Verschiebungen treten ein. Während früher meine Gesangskonzerte ausgiebig unter der Dusche stattfanden, habe ich nun wahre Groupies die beim Gäumelen an mir kleben und meinen Gesängen lauschen oder eben weinen (weils so schön ist - natürlich :). 

Doch nebst Verzicht, Prioritäten und Verschiebungen erlebe ich auch Freiheiten. Die Freiheit Dinge so zu nehmen, wie sie nun sind. Die Freiheit darüber zu stehen, dass nicht alles perfekt ist und sein muss. Die Freiheit über mich selber zu lachen. Es ist verrückt, aber ich glaube mit den Kiddos lerne ich mich selber nochmals ein Stück besser kennen.

Ja, und einige Freiheiten verschieben sich eben und es bedeutet ein Stück weit verzichten. So sind es zur Zeit morgens nicht die Minuten, die ich bis zur letzten Sekunde auskoste um mich aufzubereiten, sondern die Schadensbegrenzung eines Zweijährigen, welche ansonsten in Sekundenschnelle ein Ausmass einer Katastrophe inne hat.

Oh ja, die morgendliche Stille, die fehlt mir und habe ich sie, stimmt etwas nicht. Wenn es nämlich ganz plötzlich verdächtig still - zu lange verdächtig still wird.

Also geschwind geschwind Gummihaarband rein oder Foulard um und wenn gar nichts mehr hilft - Kappe auf. Ich will ja beim Gang zum Briefkasten nicht mein Stadtdörfchen erschrecken. Genau: it's bad hair day!

Ich bin ja ein eitles Meitschi und es ist wieder so ein Lipstick-Phänomen-Dby-Ding und mich den ganzen Tag unwohl fühlen mag ich definitiv nicht. Die Foulard-Variante schmeichelt mir am meisten und ich zeige dir wie und was du mit einem Foulard so alles auf die Schnelle anstellen kannst.

Das Foulard ist vom Label Seidenmann. Schau dir schon nur das Logo an - I LIKE!


Für einen Styling-Auftrag habe ich dieses entdeckt. Die gesamte Bildstrecke findest du hier. Nicht umsonst trägt das Label den Namen Seidenmann. Denn die Tücher und Foulards bestehen aus 100% Seide - Mann! Ich liebe gute und schöne Produkte und die Prints die der Seidenmann bietet, finde ich einzigartig und so gar nicht hab-ich-schon-1000end-mal-gesehen! Danke, Andreas Hurr, du bist ein wahrer Künstler!

Und ich bin ein Fan von Tüchern. In meinen Teenager-Jahren - ja ich war ein richtiges Hippie! - trug ich sie bereits oft als Turban. Keine Angst es gibt weit mehrere Tragevarianten... et voilà:

Das Headband


Der Dot 


Das Rotkäppchen


Oh, die Vielseitigkeit von Foulards...

Der Schal


Das Armband


Der Gürtel


Aber auch kindertauglich...

Der Torrero, zum ablenken


Der Räuber, zum Räuberle und Poli spielen


Das Stilltuch, zum Stillen

Ok, und manchmal dauerts auch mit Foulard zu lange, nämlich dann, wenn du in das Kinderzimmer kommst und die ganze Tube Fenistil an der Holzwand, am Gestell, an der neuen Matratze, an den Stofftierchen, an den Büechli, am Bilderrahmen und Täter Lou klebt und der Kleine grinsend übers ganze Gesicht meint: "Mami - lueg! Saubä!". Gut da schützt mich jetzt wohl auch das Müde-sein (was für ein ausgeklügeltes System!) denn ich bin zu müde, um mich aufzuregen.  

 

 



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